Bedburger Dreigestirn der BNZ 2016/2017

Dreigestirn als Künstler --- Bild demnächst im Louvre?

Tolle Aktion der "Elf im Glashaus" am 19.02.2017

Versteigerung des fertigen Bildes beim Fischessen am Karnevalsdienstag um 18 Uhr in den Altstadtstuben

Der Erlös kommt einem guten Zweck in Bedburg zugute.      

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Bedburger Narrenzunft erinnert an das von den Nazis ermordete Gründungsmitglied Mathias Höflich

v.l.n.r.: Prinzenführer Wolfgang Correnz, Bürgermeister Sascha Solbach, Bauer Marco (Bartels), Stadtarchivar Uwe Depcik, 1. Vorsitzender der BNZ Dr. Georg Kippels, Prinz Norbert (Walter), Fritz Maddaus, Jungfrau Gebhardine (Gebhard Müller), Markus Nüsser
Stolperstein vor dem ehemaligen Haus der Fam. Höflich
Die Bedburger Narrenzunft verneigt sich in ehrendem Gedenken an das Schicksal ihres Gründungsmitglieds Mathias Höflich.

Vorstand, Präsidium und Dreigestirn auf Spurensuche in der Ausstellung „Juden in Bedburg“ und am kürzlich verlegten Stolperstein vor Höflichs ehemaligem Haus in der Lindenstraße 28

(Bedburg, 22.02.2017) „Mathias Höflich war eines der Gründungsmitglieder der Bedburger Narrenzunft im Jahre 1886“, erläuterte Dr. Georg Kippels, der 1. Vorsitzende der BNZ, den Grund des Besuchs, „und deshalb ist es uns ein Bedürfnis und gleichzeitig eine große Ehre, im Karnevalstrubel einmal inne zu halten und uns zu erinnern.“

Wer war Mathias „Mathieu“ Höflich? Stadtarchivar Uwe Depcik hat die Fakten in der Ausstellung im Rathaus Bedburg akribisch dokumentiert. Demnach wurde Mathias Höflich am 01.04.1859 in Frauweiler/Bedburg geboren und war jüdischer Abstammung. Höflich gehörte zu einer Gruppe von Juden in Bedburg, die ihren Geschäften nachgingen und in der Bevölkerung geachtet wurden. Mathias Höflich arbeitete als Metzgermeister und engagierte sich in mehreren Vereinen. Im August 1933 feierte er mit seiner Frau Luise die Goldene Hochzeit und im zugehörigen Bericht des Bedburger Erftboten wird die große Beliebtheit des Paares ausführlich beschrieben. Die am Ende des Artikels formulierten Glückwünsche klingen heute allerdings wie Hohn angesichts des Schicksals, dass das Ehepaar Höflich in der Folgezeit durch die Nazis erleiden musste: Entzug der Rentenunterstützung, 1940 Zwangsumsiedlung nach Köln, 1942 Deportation nach Theresienstadt und schließlich Ermordung noch im selben Jahr.

Prinz Norbert aus dem BNZ-Dreigestirn interessierte sich besonders für die Aktivitäten Höflichs in der Narrenzunft und erfuhr, dass Höflich von der Gründung an als aktives Mitglied geführt wurde und auch viele Jahre im Elferrat saß. „Wenn ich hier lese, dass er im Jubiläumsjahr 1896 zum Prinzen proklamiert wurde“, stellte Prinz Norbert nachdenklich fest, „so stehen wir heute in der direkten Traditionsnachfolge – ein bedeutender Grund, seiner zu gedenken.“
Das Ende der Mitgliedschaft Höflichs in der BNZ ist belegt durch die protokollierte Aussage des BNZ-Präsidenten in der Sessions-Anlaufversammlung im November 1933, Mathias Höflich sei freiwillig aus der Zunft ausgetreten. „Interpretiert man dazu die Ausführungen des BNZ-Zunftschreibers Ernst Schopen in der 100-Jahre-BNZ-Schrift aus dem Jahre 1986“, erläuterte Dr. Kippels, „so muss man diese Freiwilligkeit doch sehr in Frage stellen. Heute können wir nur spekulieren, aber wahrscheinlich ist, dass die Nazi-Herrschaft 1933 auch in Bedburg bereits so weit gediehen war, dass sie die Vorstandsentscheidungen in den Vereinen maßgeblich beeinflussen konnte.“

Bürgermeister Solbach dankte der BNZ-Abordnung für den Besuch im Rathaus und betonte die Bedeutung des karnevalistischen Brauchtums gerade in der heutigen Zeit: „Wir dürfen den braunen Angstmachern keine Chance geben und dürfen uns die Freude am Feiern nicht verderben lassen.“

(von Walter Correnz)

Zugabe-Rufe nach Auftritt der BNZ-Funken !!!

Funkentanz in Overath
Kommandant überrascht von "Zugabe-Rufen"
Stimmung prächtig
A. Hünten und G. Neunzig präsentieren stolz den Dreigestirn-Orden

Tobende Stimmung beim Loss-mer-singe-Abend in Overath

(03.02.2017)  „Das gab`s noch nie: Zugabe-Rufe nach dem Funkentanz“, meinte Kommandant Berti Heiartz stolz und fügte schmunzelnd hinzu: „Unsere Marketenderinnen erleben das ja öfter und gehen professionell damit um. Aber die Funken … ? Da fragte mich doch tatsächlich ein Funke, was das Wort `Zugabe` überhaupt bedeutet.“
„Manchmal sind nicht die Auftritte auf großen Bühnen die schönsten, sondern die auf kleinen, wie gestern Abend.“, zeigte sich Präsident und Prinzenführer Wolfgang Correnz auch am Tag danach noch hellauf begeistert. „Unsere Funken, Marketenderinnen und Fanfaren brachten den Saal wirklich zum Toben.“
Bei so viel Stimmung und Begeisterung ist es fast müßig zu erwähnen, dass das „Zweigestirn“ (Prinz Norbert war an diesem Abend beruflich verhindert) keine Mühe hatte, das Publikum mit seinem live vorgetragenen Karnevalslied zum Mitsingen zu animieren.
Der Adjutant des Kommandanten, Carsten Esser, und Andreas Hünten, bekannt als Ritter Kunibert bei der Schwestergesellschaft Ritter „em Ulk“, hatten diesen Auftritt bei der Mitsing-Veranstaltung "Loss mer singe" im Jugendheim in Overath eingefädelt und am Ende waren sich alle einig, dass dieser Auftritt im nächsten Jahr wiederholt werden sollte.